Aufruf: Für ein autonomes Zentrum! – Alles muss man selber machen!

Seit fast einem Jahr besteht ein Autonomes Zentrum in Köln-Kalk. In dieser Zeit haben mehrere tausende Besucher_innen in über 180 Veranstaltungen diesen besonderen Ort genutzt und selbst mitgestaltet. Das erste rechtsrheinische Kino wurde gegründet, in zahlreichen Workshops wurden Fähigkeiten weitergegeben, die wöchentliche Arbeitslosenberatung half vielen Menschen bei Problemen mit der ARGE, dutzende Konzerte verschafften lokalen Bands endlich kostenlose Auftrittsmöglichkeiten, Ausstellungen fanden ihr Publikum, politische Gruppen nutzten das Haus für ihre Arbeit – alles selbstverwaltet und unkommerziell, ohne einen Cent von der Stadt. Die Idee eines Ortes, an dem Menschen unabhängig von ihrem Geldbeutel Kultur genießen und schaffen können, ist angekommen.

Die besetzte ehemalige KHD-Kantine wurde jahrelang von der Stadtsparkasse leer stehen gelassen und dem Verfall Preis gegeben. Ohne die Besetzung wäre weitere Jahre ohne Nutzung Folge gewesen. Die Besetzer_innen suchten von Beginn der Betzung an das Gespräche mit der Politik. In zahlreichen Unterredungen wurde nicht nur die Idee eines Autonomen Zentrums dargelegt, sondern mit einem Nutzung- und Finanzierungskonzept der Weg frei gemacht für ein dringend benötigtes kulturelles Zentrum im rechtsrheinischen Köln.

Der Oberbürgermeister Roters und die Stadtsparkasse Köln haben sich gegen eine sinnvolle Nutzung der Wiesbergstr. 44 ausgesprochen. Unter fadenscheinigen Vorwänden und mittels Fehlinformierung der Öffentlichkeit soll das Autonome Zentrum geräumt werden und die ehemalige Kantine abgerissen werden, ohne dass Pläne für eine Nutzung des Geländes bestehen. Wie schon beim Barmer Viertel in Deutz wird der nächste „teuerste Parkplatz Deutschlands“ vorbereitet. Wir Freundinnen und Freunde des Autonomen Zentrum, Linke, GerwerkschafterInnen und Kalker BürgerInnen rufen auf, am Samstag nach der Räumung des Autonomen Zentrum zur Demonstration: „Für ein autonomes Zentrum! – Alles muss man selber machen!“. Die Häuser können geräumt werden, das Gebäude einem Parkplatz weichen, die Idee eines selbstbestimmeten Leben und einer selbstorganisierten Kultur kann jedoch nicht abgerissen werden.

Samstag 2. April 2011, 18 Uhr, Domplatte Köln

Gruppen:
Agenturschluss Köln, ADGH – Demokratische Jugendbewegung in Europa, anarchie&kekse, Anarchistische Gruppe Freiburg, Anarchistisches Forum Köln, Anarchistische Gruppe Neukölln, Anarchosyndikat Köln/Bonn, Antifaschistische Aktion Neuss, Antifa Heinsberg, Alternative Liste Uni Köln, Antifa Teheran, Antifaschistische Jugend Köln, Antifaschistische Koordination Köln und Umland (AKKU), Antifa AK Köln, Antifa Bonn/Rhein-Sieg, Antifa Infoportal Düsseldorf, Antifa Leichlingen, Antispe Aachen, AStA der Fachhochschule Köln, Attac Köln, Aponaut Onlinezeitung, Autonomes Zentrum Aachen, autonomes Knastprojekt, Autonome Antifa Remscheid, Autonomes FrauenLesbenreferat Uni Köln, a³ Aachen, addicted Dortmund, Antikapitalistische Aktion Bonn, Banda sinistra Erlangen, Bildungsstreik AG Selbstbestimmt Leben, Bundeswehr-Wegtreten, Büro gegen Rassismus und Militarismus in Düsseldorf, combat singers, campus:grün Köln, Die KEAs, Die Linke.SDS Köln, Erwerbslosen Forum Deutschland, Faites votre jeu! (Frankfurt am Main), Fachschaft RWL/RSL Uni Köln, Grüne Jugend Köln, Guerilla Girrls! die Feministische Liste, Hausprojekt Ferkulum, Industrial Workers of the World (IWW Köln), Interventionistische Linke Köln, Jugendantifa Erftstadt, Kampagne „Flora bleibt unverträglich“, Kölner Gegenstrom gegen Atomanlagen, Gruppe Krisenherd, Linksradikales B�ndnis Kontrollverlust Freiburg, Leerstandsmelder Freiburg, Lira Wuppertal, Linksjugend [’solid] Köln, Mauerfall (Gefangenenzeitung), NaturfreundInnen Köln-Kalk (Bezirksgruppe), Sozialistische Selbsthilfe Köln Ehrenfeld & Salierring, Sonne.Mond und Sterne (somost), plotter Terminkalender, Pogoradio, PUNKSTELLE, Prozessbeobachtungsgruppe zu § 129 b (tayad), pyranha – Kampagne für ein Autonomes Zentrum mit Tanzfläche, Q-Hof, queergestellt!, VVN/Bda Köln, Wohnen und Leben e.V.,

Einzelpersonen:
Dr. Carolin Butterwegge MdL, Özlem A. Demirel (MdL, DIE LINKE. NRW), Dr. Günter Bell (Sprecher DIE LINKE. Köln), Claus Ludwig (Ratsmitglied, Die LINKE.), Sengül Senol stellv. Sprecherin DIE LINKE. Köln, Angelika Link-Wilden stellvertretende Sprecherin LINKE.KÖLN, Horst Hilse (Köln), Barbara Koberg, Peter Heumann (Mitglied im Kreisvorstand DIE LINKE. Köln)

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